Empfohlene Impfungen für das zahnmedizinische Personal
| Krankheit |
|
Auffrischimpfung |
| Hepatitis B |
→ |
je nach Impferfolg (Titer) |
| Hepatitis A |
→ |
alle 10 Jahre |
| Tetanus, Diphterie |
→ |
alle 10 Jahre |
| Influenza |
→ |
jedes Jahr |
| Masern, Mumps, Röteln |
→ |
nicht erforderlich, wenn Immunisierung und Auffrischimpfung in der Kindheit erfolgten |
| Poliomyelitis |
→ |
alle 10 bis 20 Jahre |
| Varizellen, Windpocken |
→ |
Impfung nur dann, wenn der Betreffende nicht immun ist |
| Covid-19 |
→ |
Immunisierung und Auffrischungsimpfung |
Mitarbeiter in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen müssen einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern und Covid-19 nachweisen (Infektionsschutzgesetz IfSG).
Impfkalender 2022 Stiko
Impfkalender
2022
Stiko
Hygienische Händedesinfektion
Wir im UKA halten uns an die Vorgaben der „Aktion saubere Hände“
Wann
- Unmittelbar vor Tätigkeiten mit Kontaminationsgefahr
- Arbeitsplatzvorbereitung
- Umgang mit Sterilgut
- In der Patientenversorgung, unmittelbar
VOR Patientenkontakt
VOR aseptischen Tätigkeiten
NACH Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien
Nach Patientenkontakt
Nach Kontakt mit der direkten Patientenumgebung
Wie
- Zur Korrekten Durchführung der Händedesinfektion beachten Sie bitte diesem Link .
- 3ml (2-3 Hübe) für 30 sek. einreiben
Womit
- Baktolin (Waschlotion), Sterilium (Desinfektionsmittel), Einwirkzeit mind. 30 sec
Handschuhe
Wann
- Wenn es zu Kontakt mit Körperflüssigkeit kommt
- Bei nicht invasiven Behandlungen (reguläre Behandlungen, Bedienung der Behandlungseinheit)
Verwendung von nicht sterilen Handschuhen
- Bei invasiven (operativen) Eingriffen Verwendung von sterilen Handschuhen
- Anziehen Steriler Handschuhe: Bei invasiven Eingriffen ist es nötig, den Patienten vor
Kontamination
mittels pathogener Keime zu schützen. Dazu werden sterile Handschuhe verwendet. Wie man diese
korrekt anlegt, entnehmen Sie bitte diesem Link.
Wie
- Vor dem Anlegen und nach dem Ablegen sind die Hände je nach Behandlung nach den Vorgaben der
hygienischen und chirugischen
Händedesinfektion
- Handschuhe müssen auf trockene Hände gezogen werden
- Wechsel während der Behandlung bei sichtbarer Beschädigung des Handschuhs, zwischen den
Behandlungen
unterschiedlicher Patienten
- Bei infektiösen Patienten sind zum Eigenschutz des medizinischen Personals zwei Paar Handschuhe
übereinander zu tragen.
Es stehen sowohl verschiedene Handschuhmaterialien (Latex, Nitril, Vinyl) als auch -größen (XS-XL, 5,5-9,5) zur Verfügung.
Hygienische Händedesinfektion
Wir im UKA halten uns an die Vorgaben der „Aktion saubere Hände“
Wann
- Vor dem Anlegen und nach dem Ausziehen von Handschuhen
- Nach Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien
- Nach Patientenkontakt
Wie
- Zur Korrekten Durchführung der Händedesinfektion beachten Sie bitte diesem Link.
- Handfläche auf Handfläche
- Rechte Handfläche über linkem Handrücken und linke Handfläche über rechtem Handrücken
- Handfläche auf Handfläche mit verschränkten gespreizten Fingern
- Außenseite der Finger auf gegenüberliegende Handflächen mit verschränkten Fingern
- Kreisendes Reiben des linken Daumens in der geschlossenen rechten Handfläche und umgekehrt
- Kreisendes Reiben hin und her mit geschlossenen Fingerkuppen der rechten Hand in der linken
Handfläche und umgekehrt
Womit
- Baktolin (Waschlotion), Sterilium/Hospisept (Desinfektionsmittel), Einwirkzeit mind. 30
sec
Chirugische Händedesinfektion
Wie
Waschphase
- Kaltes bis lauwarmes Wasser verwenden
- Hände, Unterarme und Ellenbigen anfeuchten
- Waschlotion aus dem Spender entnehmen
- Waschlotion auf Hände, Unterarme und Ellenbogen aufschäumen (etwa 1 min)
- sorgfältiges Abspülen mit nach oben gerichteten Fingerspitzen und tief einliegenden
Ellenbogen
- Trocknung mit Einmalhandtuch
Desinfektionsphase:
- Desinfektionsmittel mittels Ellenbigenbedienung aus dem Spender in die trockene hohle Hand
geben
- Ellenbogen, Unterarme, Handgelenke und Hände einreiben. Vorgang wiederholen.
- Einreibemethode des hygienischen Händedesinfektion durchführen
- Haut für mindestens 1,5 min feucht halten (zusätzliche Entnahme notwendig)
- Sterile Handschuhe anziehen, nachdem das Desinfektionsmittel verdunstet ist
Womit
- Baktolin Waschlotion, Sterilium Desinfektionsmittel
Postexpositionsprophylaxe
Erstversorgung
Schnitt-und Stichverletzung
Blutung mind. 1 min durch Druck auf das umliegende Gewebe fördern, dann Wunde spreizen für mind. 10
min mit Desinfektionsmittel (Bacilol) feucht halten.
Kontamination des Auges
Spülung mit Augendusche (Etage 5 Flur 22, am Waschbecken zwischen Box 4 und 5 sowie Etage 5 Flur 23, Steriraum).
Aufnahme in die Mundhöhle
Sofort Ausspucken, anschließend Mundhöhle 4-5 Mal mit 20ml Antiseptikum (z.B. unvergälltes Ethanol
(mind 80%) oder Chlorhexidin 0,3% für je 15 sec spülen.
Kontamination geschädigter oder entzündlich veränderter Haut
Material sofort mit einem Desinfektionsmittel getränkten Tuch entfernen, betroffene Hautregion 1-10
min mit Desinfektionsmittel (Bacilol) feucht halten.
Ablauf
- Erstversorgung
- Kursaufsicht informieren und Unfall dokumentieren (Verbandbuch liegt in Materialausgabe aus)
- Vorstellung des Verletzten sowie des behandelten Patienten beim D-Arzt in der NOTA zur serologischen Kontrolle und Entscheidung, ob eine Behandlung mit Medikamenten oder eine Immunisierung notwendig ist (Hepatitis B, HIV, Tuberkulose)
- Serologische Kontrolluntersuchung (Durchgangsarzt, Betriebsarzt)
Postexpositionsprophylaxe
- Durchgangsarzt: Der Durchgangsarzt MUSS innerhalb von ein bis zwei Stunden aufgesucht werden. Beim Vorliegen einer Nadelstichverletzung sollte der behandelte Patient ebenfalls beim D-Arzt für eine serologische Untersuchung vorstellig werden.
- Bei vorliegender HBV oder HIV-Infektion des behandelten Patienten kann eine Postexpositionsprophylaxe durchgeführt werden. Hierfür stehen bei HBV nach Exposition eine aktive und eine passive Immunprophylaxe zur Verfügung, bei HIV zieht sich die antivirale Therapie über vier Wochen. Beides sollte innerhalb von 24h nach NSV eingeleitet werden. Bei einer vorliegenden HCV Infektion ist aktuell keine PEP vorhanden.
- Eine zweite Untersuchung inkl. serologischer Kontrolle durch den D-Arzt ist nach 6 Monaten wahrzunehmen.
- Eine zweite Untersuchung durch den D-Arzt ist nach 6 Monaten wahrzunehmen
Postexposition bei Augenverletzung und nach Nadelstich
- Augenspülung mit 5 %iger PVP-Lösung streichen (Allergische Reaktionen und Nebenwirkungen
möglich)
- Durchgangsarzt: Der Durchgangsarzt MUSS innerhalb von ein bis zwei Stunden aufgesucht werden.
Bei
tiefen Wunden und bei Verdacht auf eine Infektion des Patienten, ist dieser am besten mit zum
D-Arzt
zu nehmen.
- Eine zweite Untersuchung durch den D-Arzt ist nach 6 Monaten wahrzunehmen
Postexposition bei Augenverletzung und nach Nadelstich
- Augenspülung mit 5 %iger PVP-Lösung streichen (Allergische Reaktionen und Nebenwirkungen
möglich)
- Durchgangsarzt: Der Durchgangsarzt MUSS innerhalb von ein bis zwei Stunden aufgesucht werden.
Bei
tiefen Wunden und bei Verdacht auf eine Infektion des Patienten, ist dieser am besten mit zum
D-Arzt
zu nehmen.
- Eine zweite Untersuchung durch den D-Arzt ist nach 6 Monaten wahrzunehmen
Flusssäure
Anwendung
Bei der Verwendung von Flusssäure im Rahmen der klinischen Studierendenkurse sind einige Punkte zu berücksichtigen:
- Organisation des Sets (Flusssäure, Neutralisationspulver, Calciumgluconat) aus der Materialausgabe sowie eines Pick’n Stick und zweier Plastikbecher.
- Während der Vorbereitung eines Teilchens mittels Flusssäure ist stehts ein langärmliger, geschlossener Kittel, Handschuhe sowie eine Schutzbrille zu tragen.
- Die primäre Anwendung von Flusssäure im Rahmen der klinischen Studierendenkurse obliegt dem Personal.
Entsorgung
- Die vom Teilchen abgespülte Flusssäure wird in einem Becher mit Neutralisationspulver aufgefangen und direkt mit Wasser verdünnt.
- Nach 5-minütiger Einwirkzeit kann die verdünnte Flüssigkeit unter ausreichend Wassernachfluss entsprechend der örtlichen, behördlichen Vorschriften entsorgt werden.
- Es ist zu jedem Zeitpunkt ein maximaler Abstand zwischen der Flusssäure und dem Patienten, sowie freiliegenden Hautarealen der Behandler einzuhalten.
Vorgehen bei Verletzungen
- Flusssäure wird schnell von der Haut aufgenommen, weshalb oberflächliche Verletzungen häufig ausbleiben und es zu einem unbemerkten Angriff tieferer Gewebsschichten und Knochenbereiche kommen kann (Kolliquationsnekrose). Durch chemische Bindung an Calcium- und Magnesiumionen und Hemmung lebenswichtiger Enzyme kann es zu akut bedrohlichen Stoffwechselstörungen oder Störungen der Leber- bzw. Nierenfunktion kommen.
- Calciumgluconat sollte als Erste-Hilfe Maßnahme unverzüglich dick aufgetragen werden, es bildet mit Flusssäure Calciumfluorid, welches von der Haut abgewaschen werden kann.
- Jeder Kontakt zur Flusssäure ist unmittelbar der Kursaufsicht mitzuteilen, sodass entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.
- Betroffene Kleidungsstücke unverzüglich entfernen und betroffene Hautbereich direkt mit klarem Wasser abspülen
- Calciumgluconat-Gel bzw. Lösung auftragen
- Kursaufsicht informieren, Eintrag Verbandsbuch
- orstellung beim D-Arzt in der NOTA, Einleitung weiterer Maßnahmen
Covid-19 Schutzmaßnahmen der klinischen Kurse
Studierende/ Mitarbeiter
Zusätzlich zu den grundlegenden Hygieneschutzmaßnahmen gilt folgendes:
- Aktuelle Covid Impfung
- Tragen eines MNS/ einer FFP-2 Maske entsprechend der aktuellen COVID-19 SOP des UKA während der gesamten Aufenthaltsdauer um Klinikum
- Regelmäßiges hygienisches Händewaschen und Händedesinfektion
- Essen und Trinken auf den Behandlungsfluren ist strikt untersagt
- Sofern möglich wird bei jeder Behandlung, ein Spanngummi (Kofferdam) zur Aerosolreduktion verwendet
- Nur absolut notwendige aerosol-produzierende Behandlungsschritte werden durchgeführt, hierbei ist auf eine suffiziente Absaugung zu achten
- Die Ansammlung von Studierenden ist unter allen Umständen zu vermeiden, es ist zu jedem möglichen Zeitpunkt ein Mindestabstand von 1,5m einzuhalten.
- Personen mit Atemwegssymptomen (sofern es sich nicht um eine vom Arzt abgeklärte Erkrankung handelt) oder Fieber dürfen sich nicht auf dem Betriebsgelände der RWTH aufhalten
- Die aktuellen 2G-/ 3G-Regeln werden mit Hilfe der Gandalf-App nachvollzogen
Patienten
- Bei Verdacht auf eine Covid-19 Infektion, Atemwegssymptome (sofern es sich nicht um eine vom Arzt abgeklärte Erkrankung handelt) oder Fieber kann keine Teilnahme an den Studierendenkursen stattfinden.
- Es muss während der gesamten Aufenthaltsdauer im UKA ein MNS getragen werden, welcher lediglich für die Dauer der zahnmedizinischen Behandlung abgelegt werden darf.
- Einminütige Spülung mit Chlorhexidin vor Behandlungsbeginn.